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Pädagogische Arbeit der Förderschule I

"Unsere Arbeit fängt da an, wo sie für andere aufhört...".

Oft kommen Kinder und Jugendliche zu uns, die an den Schulen vorher viel Unangenehmes erlebt haben, sodass sie zunächst überhaupt keine Lust mehr auf Schule haben.

Jeder hat seine speziellen Nöte und Probleme und jeder geht anders damit um. Sich damit angenommen zu fühlen, ist die Grundlage, um gemeinsam Schritte in eine Richtung zu machen, die den jungen Menschen wieder Orientierung gibt. Es ist aber auch die Grundlage, um sich auf schulische Inhalte einlassen zu können.

So ist es uns, den Lehrerinnen und Lehrern der Schule I, besonders wichtig, eine gute Atmosphäre in den Klassen zu schaffen, damit die Jugendlichen sich mit ihren Problemen angenommen fühlen können. Gleichzeitig ist es uns sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule lernen, Selbstverantwortung für ihr Leben und damit auch für ihr Lernen zu übernehmen.

Unser schulisches Konzept beinhaltet:

  • kleine Klassen mit dem Klassenlehrerprinzip und in Doppelbesetzung,
  • ein Ansetzen an den Stärken der Schülerinnen und Schüler,
  • ein großes Gewicht auf Selbstverantwortung und Zusammenarbeit,
  • das Finden und Setzen von persönlichen Zielen,
  • das Aufzeigen und Verinnerlichen neuer Strategien und
  • die Vermittlung schulischer Inhalte.

Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind ausgesprochen erfahren im Umgang mit jungen Menschen, die gerade in Schwierigkeiten stecken und neue Handlungsstrategien benötigen.

Wir sehen es als unsere vorrangige Aufgabe an, den Kindern und Jugendlichen ein Lernumfeld zu schaffen, in dem sie sich angenommen und unterstützt fühlen können.

    Lösungsorientiert und beratend

    Unsere Arbeit stützt sich auf

    • systemisch-lösungsorientierte Pädagogik und Beratung,
    • regelmäßige Supervision,
    • ein den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasstes differenziertes Klassensystem,
    • Kompetenzorientierung,
    • feste Zeiten für Einzel- und Kleingruppengespräche sowie
    • die Entwicklung gemeinsamer realistischer Ziele.

    Ziele und Methoden der pädagogischen Förderung:

    Vorrangiges Ziel der Förderung ist es, den Schülerinnen und Schülern ein Umfeld zu bieten, in dem sie ihre elementaren Bedürfnisse nach Bindung, Nähe und Gemeinschaft in einem für alle Beteiligten zumutbaren Rahmen erfüllen können.

    Weiterhin soll die Möglichkeit gegeben werden, bisher unzureichend erworbene, elementare Erfahrungen, wie beispielsweise den angemessenen Umgang mit Regeln, Frustrationen und Konsequenzen sowie das Austesten von Grenzen und Beziehungen, in einem kontrollierten Umfeld zu sammeln.

    Das Hauptaugenmerk in der pädagogischen Arbeit liegt auf dem Bewusstmachen und Fördern der Eigenverantwortlichkeit der Lernenden.

    Hierfür wird den Schülerinnen und Schülern in möglichst vielen Situationen, die auch außerhalb der klassischen Unterrichtssituationen entstehen, ein Raum geboten, in dem sie ihre Selbstwirksamkeit erfahren können. Regelmäßig zu merken, dass Dinge, die man tut, einen Sinn ergeben und dass man etwas wert ist, erhöht die Chancen, dass die Schülerinnen und Schüler ein neues und gesünderes Selbstbewusstsein erlangen, als sie es bisher hatten. Dies kann im günstigsten Fall positive Transfereffekte auf die weitere persönliche Lebensplanung und speziell die schulische Entwicklung haben.

    Das Sammeln elementarer Erfahrungen beinhaltet ebenfalls, freies und kindliches Spiel auszuleben und darüber wichtige Informationen über das Funktionieren von Gemeinschaft zu erhalten und die eigene Kreativität zu entdecken. Beides sind wichtige Stützpfeiler einer gesunden Entwicklung.

    Eine praktische Orientierung, in den Bereichen Werken, Hauswirtschaft, Umwelt & Natur und Kunstgestaltung bietet die Möglichkeit, dass die Schülerinnen und Schüler sich in individuell interessanten Gebieten betätigen können.

    Über die Unterstützung der Kompetenzen sollen Blockaden abgebaut werden.

    Dies stellt überhaupt erst die Grundlage dar, auf der schulisches Lernen möglich wird. Weiterhin wird über eine sinnstiftende Arbeitsatmosphäre der Aufbau einer positiven Einstellung begünstigt. Dies kann dazu führen, dass die Lernenden sich aus eigenem Antrieb den Lerninhalten wieder zuwenden.